V e r o n i k a  M o o s

Material / Verknüpfung / Kunst

»Landart im urbanen Raum«

"Wer mag ein Stück seines Gartens oder einen Flecken Erde, ungefähr vier mal einen Meter, von April bis Juli 2016 für die Aussaat und das Wachstum zur Verfügung stellen, vorbereiten und betreuen? Saatgut und genaue Anleitung gibt es gratis und im Juni ein zauberhaft blau blühendes Stück Beet..."

Mit dabei sind bereits das Heimatmuseum Bensberg, StadtGrün Bergisch Gladbach, u.a.

„Ich sehe vor meinem inneren Auge bereits all die «blauen Blüten« und damit lauter blaue Flecken Erde, die für 10-14 Tage im Juni in Vorgärten, Park oder zwischen Parkplätzen ... und an anderen Flecken in der Stadt... zeitgleich zum Himmel leuchten – ein flüchtiger Hauch von »Garten Eden«".

Gefördert durch das Kulturamt der sind öffentliche Orte und Menschen gesucht, die in Bergisch Gladbach Lein säen möchten. 

Konkret gesucht sind Erdstücke und (Kooperationspartner) Gärtner/Innen, die einen Flecken Erde (ca. 4x1m) von April bis Juli 2016 für die Aussaat und das Wachstum von Leinsaat zur Verfügung stellen und vorbereiten.

Das Saatgut gibt es gratis.

Zur Blütezeit wird eingeladen die wunderbare blaue Blüte der Nutzpflanze an unterschiedlichen Orten in der Stadt zu erleben. Infotafeln werden über die Kulturpflanze - älteste Textilfaser der Welt - und das Projekt informieren. Begleitende künstlerische Interventionen setzen ergänzend poetische und ästhetische Akzente. Auch das spätere Raufen (ernten) der Leinhalme könnte zu einem sozialen Ereignis werden.

Die „Leinstücke“ eröffnen einen Dialog auf ganz unterschiedlichen Ebenen und liefern Ansatzpunkte für soziales Miteinander, Interpretationen und Erlebnisse. Wie z.B. alte Leintücher und Stoffe von Speicher holen, sowie das Erzählen von textilen Erinnerungen und Geschichten zwischen Jung und Alt, gleichwohl zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft. Spuren dieser alten Kulturpflanze in der eigenen Stadt und Umgebung zu legen und zu entdecken sind alle eingeladen.

Darüber hinaus verfolgt das Projekt die Methode einer künstlerisch Spurensicherung. D.h. die Künstlerin wird die Stationen fotographisch festhalten, Geschichten sammeln, denn schlussendlich ist aus allen Ernten ein Kunstobjekt – begehbarer Raum - geplant in das alle Fasern aller Orte eingewoben sind.

Für weitere Informationen bitte Kontakt aufnehmen.